Im Rheingau, wenige Kilometer westlich von Wiesbaden, wird ein Stück Weinbaugeschichte zu Wohnraum: Unter dem Namen CUVÉE15 saniert ein Projektentwickler das ehemalige Sekt- und Weingut in der Bahnhofstraße 15 in Walluf. Über 150 Jahre wurde hier Wein gehandelt, gekeltert und zu Sekt veredelt, zuletzt durch die Sektkellerei Reuter & Sturm. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen.
Vier Gebäude, vier Baualtersstufen
Das Ensemble besteht aus einer Villa von 1870, einer Remise von 1914, einer Fabrik aus den 1930er Jahren und einem Mehrfamilienhaus von 1970. Drei Gebäude sind als Einzelkulturdenkmal geschützt, das vierte als Teil des Ensembles. Auf rund 1.597 Quadratmetern Wohnfläche entstehen 21 Wohnungen zwischen 47 und 144 Quadratmetern mit einem bis fünf Zimmern. Charakteristische Elemente wie Stuck, Fischgrätparkett, Holz-Klappläden und die historischen Tore der Remise bleiben erhalten, während energetisch auf Neubaustandard saniert wird.
Ausstattung und Erschließung
Zu jeder Einheit gehören ein Kellerabteil und ein Fahrradstellplatz; Stellplätze sind in der Tiefgarage und im Freien vorgesehen. In der ehemaligen Fabrik erschließt ein Aufzug fünf barrierefreie Wohnungen – ein Aspekt, der für langfristige Vermietbarkeit an Bedeutung gewinnt.
Einordnung für Kapitalanleger
Die Kaufpreise reichen von 287.194 Euro bis 871.624 Euro, die kalkulierten Mieten liegen bei 14,00 bis 16,00 Euro je Quadratmeter. Der für die steuerliche Abschreibung relevante Sanierungsanteil wird mit 68 Prozent angegeben – ein vergleichsweise hoher Wert, der den Umfang der denkmalgerechten Arbeiten widerspiegelt. Damit richtet sich das Projekt an Käufer, die Denkmal-AfA nutzen und zugleich auf die Nachfrage im Umland von Wiesbaden setzen. Eine individuelle steuerliche Prüfung bleibt in jedem Fall ratsam.